41 PROZENT WENIGER CO₂‑EMISSIONEN: STUDIE BESCHEINIGT E-AUTOS DEUTLICH BESSERE KLIMABILANZ ALS VERBRENNERN

Bei der Berechnung bezogen die Forscher den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge mit ein. In der EU‑Emissionsregulierung werde dies bisher nicht berücksichtigt, kritisieren die Autoren.

Inklusive der Emissionen bei der Herstellung sowie durch den Stromverbrauch haben Elektroautos durchschnittlich eine um 41 Prozent bessere CO₂‑Bilanz als Verbrenner. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Forschern der Technischen Universität München, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Studienautoren fordern, dass für die Klimabilanz von Autos künftig ein „lebenszyklusbasierter Standard“ zum Tragen kommt, „der jeden nachweisbaren Beitrag zur Senkung fossiler Emissionen anrechnet“.

CO₂‑Emissionen ausschließlich in den Abgasen und damit am Auspuff zu messen, sei wissenschaftlich nicht haltbar, erklären die Forscher. „Investiert ein Hersteller in nahezu CO₂-freien Stahl, dekarbonisiert ein Zulieferer die Batterieproduktion oder hält ein Recyclingunternehmen kritische Rohstoffe im Kreislauf, verbessert das in der gegenwärtigen Regulierung der EU die Kennzahl der Verordnung um kein Gramm.“

Die Studienautoren kritisieren daher die EU‑Emissionsregulierung. Sie lief ursprünglich auf ein Verkaufsverbot von Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab dem Jahr 2035 hinaus. Viele Hersteller sind nicht auf Kurs, weshalb die EU-Kommission inzwischen Lockerungen vorgeschlagen hat. Über die Details wird derzeit noch im EU-Parlament und im Kreis der Mitgliedstaaten verhandelt. Im Herbst soll eine Entscheidung fallen. (AFP)

2026-09-01T15:44:26Z