Auf deutschen Straßen ist der Starray noch ein seltener Anblick. Wer sich nach ihm umdreht, ahnt nicht, wie wenig das große SUV im Monat kostet.
Lexus? Ein neuer Hyundai? Der Wagen heißt Starray, die Marke Geely, und noch dreht sich in Deutschland kaum jemand nach ihm um. Das dürfte sich bald ändern. Denn hinter dem fremden Namen steckt kein Abenteuer, sondern der Konzern, dem seit fünfzehn Jahren auch Volvo gehört, und der seinen Neuling mit der Gelassenheit eines Weltunternehmens auf die Straße stellt.
Nur 133 Euro im Monat kostet der Starray im Leasing. So viel kosten sonst Kleinwagen. Wie dieser Preis zustande kommt, was der Hybrid im Alltag taugt und wo seine Grenzen liegen, schauen wir uns im Detail an.
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Alle Leasing-Angebote bei Netzwelt werden von Auto-Experten geprüft. Wir verlassen uns dabei nicht auf die beworbene Monatsrate, sondern berechnen Leasingfaktor und Gesamtleasingfaktor selbst und addieren Anzahlung und Bereitstellungskosten zu den echten Gesamtkosten. Als Faustregel gilt: Gesamtleasingfaktoren unter 0,6 sind gut, alles unter 0,5 ist stark, und unter 0,45 wird es richtig selten.
Anschließend vergleichen wir das Angebot mit der Konkurrenz und prüfen, ob Leasing überhaupt Sinn ergibt oder ein Kauf am Ende günstiger wäre. Und wir checken die Autos selbst, bevor wir sie empfehlen. Wie ihr generell die besten Leasing-Deals findet und welche E-Auto-Angebote sich aktuell lohnen, lest ihr in unseren Übersichten.
Hinter der Rate stehen noch weitere Posten, deshalb hier die vollständige Aufstellung über die drei Jahre:
Gemessen am Listenpreis von 32.990 Euro nutzt ihr den Starray drei Jahre lang für gut 17 Prozent seines Neuwerts. Der Gesamtleasingfaktor von 0,48 bleibt klar unter der 0,5-Marke und damit im starken Bereich. Dazu trägt die niedrige Überführung von 890 Euro bei, viele Wettbewerber verlangen 1.200 Euro und mehr. Bei einer Marke ohne etablierten Gebrauchtwertverlauf ist Leasing ohnehin der sichere Weg, das Restwertrisiko trägt der Leasinggeber. Wie sich der Wert eines Geely entwickelt, kann heute niemand seriös vorhersagen, einen Anhaltspunkt liefert die Schwacke-Restwertprognose.
Ein Punkt unterscheidet den Starray von den reinen Stromern in unseren Deal-Checks: Als Plug-in-Hybrid erhält er die reduzierte Förderung von 4.500 Euro statt der vollen 6.000 Euro. Der Betrag ist als Sonderzahlung einkalkuliert, muss aber vom Kunden selbst beantragt werden und hängt vom Haushaltseinkommen ab. Wer weniger bewilligt bekommt, zahlt entsprechend mehr im Monat. Wichtig zu wissen: Die PHEV-Förderung läuft nur noch für Erstzulassungen bis zum 30. Juni 2027, für Hybrid-Interessenten schließt sich das Fenster also absehbar.
"Deutschland braucht keine neue Automarke", räumt Geely in seiner eigenen Kampagne ein, und schiebt die Frage hinterher: "Was, wenn doch?" Selbstbewusstsein kann sich der Konzern leisten. Im ersten Quartal 2026 war Geely mit knapp 709.000 verkauften Fahrzeugen der größte Autohersteller Chinas, seit 2010 gehört Volvo zum Konzern, dazu Polestar, Lotus und die Hälfte von Smart. Bis 2028 sollen zwölf Modelle nach Deutschland kommen, den Anfang machten im Mai der elektrische E5 und eben der Starray.
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Der Plug-in-Hybrid ist dabei der pragmatische Teil des Doppelpacks. Technisch ist er ein enger Verwandter des E5, die Fachpresse nennt ihn einen zweieiigen Zwilling, und wie dort findet sich im Innenraum die Volvo-Handschrift wieder, vom Türgriff bis zum Totwinkel-Symbol im Außenspiegel. Fünf Sterne im Euro NCAP Crashtest und die Garantie von acht Jahren oder 200.000 Kilometern auf Fahrzeug und Batterie runden das Vertrauenspaket ab. Das Händlernetz bleibt die offene Flanke der jungen Marke, es wächst, ist aber noch dünn. Die kurze Lieferzeit von zwei bis vier Wochen zeigt immerhin, dass Fahrzeuge auf Lager stehen.
Mit 4,74 Metern Länge, 528 bis 2.065 Litern Kofferraum und fünf vollwertigen Sitzen spielt der Starray in der Klasse des VW Tiguan, und dort tritt er mit einer klaren Ansage an. Der günstigste Tiguan eHybrid leistet 204 PS und startet bei 51.510 Euro. Der Starray bietet 262 PS Systemleistung, kostet ab 32.990 Euro und unterbietet den Wolfsburger damit um mehr als 18.500 Euro. Selbst wer die Aufpreisliste des VW nicht anrührt, zahlt dort fast das Anderthalbfache.
Die Fachpresse bescheinigt dem Starray dabei ein Niveau, das den Preisabstand umso bemerkenswerter macht. Der Innenraum wirke "erstaunlich hochwertig" und liege spürbar über dem, was man in der Preisklasse erwarte, urteilt firmenauto nach der ersten Testfahrt. Kritik gibt es auch, das Fahrverhalten sei komfortabel, aber eher behäbig, sportliche Ambitionen hat der Starray nicht. Wen das nicht stört, der bekommt ein SUV, das sich eine Klasse teurer anfühlt, als es kostet.
Schon die Basisversion Pro dieses Angebots kommt nahezu vollausgestattet daher. Diese Punkte fallen besonders ins Gewicht:
Der Starray passt zu Familien und Pendlern, die elektrisch fahren wollen, ohne sich vom Ladenetz abhängig zu machen. Wer zu Hause oder beim Arbeitgeber laden kann, erledigt Arbeitsweg und Einkauf mit den bis zu 83 elektrischen Kilometern praktisch ohne Benzin. Für Urlaub und Verwandtenbesuche steht der Benziner bereit, zusammen kommt der Starray auf über 1.000 Kilometer Reichweite, ganz ohne Ladeplanung. Die kurze Lieferzeit macht ihn zusätzlich für alle interessant, die schnell ein Auto brauchen.
Weniger geeignet ist der Hybrid für Laternenparker ohne Lademöglichkeit, denn ohne regelmäßiges Laden schleppt er seinen Akku nur als Ballast mit und verbraucht dann rund sechs Liter. Auch wer ein dichtes Werkstattnetz braucht, sollte die Erreichbarkeit des nächsten Geely-Partners vorab klären. Und sportliche Fahrer werden mit der komfortbetonten Abstimmung nicht warm. Für die klassische Familie mit Wallbox aber ist der Starray eines der attraktivsten Hybrid-Angebote am Markt.
Im Alltag fühlt sich der Starray mehr nach Elektroauto an als nach Verbrenner. Der kräftige E-Motor übernimmt die Hauptarbeit, der 1,5-Liter-Benziner dient vor allem als Stromlieferant und schaltet sich unauffällig zu. Zusammen stehen 262 PS Systemleistung bereit, mehr als bei jedem Tiguan eHybrid, und genug, um das SUV jederzeit souverän mitschwimmen zu lassen. Die Fachpresse beschreibt den Starray als leisen, komfortablen Gleiter, der bewusst auf sportliche Inszenierung verzichtet.
Eine Eigenheit sollte man kennen: An der heimischen Wallbox lädt der Starray mit maximal 6,6 kW, der leere Akku ist damit in rund drei Stunden voll. Flotter geht es unterwegs, denn anders als die meisten Plug-in-Hybride beherrscht der Starray echtes Schnellladen mit bis zu 38 kW, der Nachschub für die nächsten 80 elektrischen Kilometer ist so in einer Kaffeepause erledigt. Unterm Strich ist der Starray ein unaufgeregtes, komplett ausgestattetes Familien-SUV, das die Brücke zwischen Verbrenner- und Elektrowelt schlägt, zu einem Preis, den die etablierte Konkurrenz nicht ansatzweise mitgeht.
Wichtiger Hinweis Die hier vorgestellten Leasing-Angebote und Konditionen wurden sorgfältig recherchiert (Stand: 10.08.2026), stammen jedoch von den jeweiligen Händlern oder Leasingplattformen. Preise, Verfügbarkeiten und Ausstattungsdetails können sich kurzfristig ändern. Netzwelt tritt nicht als Vermittler auf und übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Angaben. Prüfe bitte alle Details und Konditionen vor einem Vertragsabschluss noch einmal direkt beim jeweiligen Anbieter.
2026-07-31T09:45:33Z