DIESE E-AUTOS FAHREN BESONDERS SPARSAM
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Lange stand bei der Diskussion über Elektroautos die
Reichweite im Vordergrund. In Sachen Reichweite glänzen Modelle mit großen Akkus – doch die sind meist kostspielig! Angesichts zunehmend höherer Ladegeschwindigkeiten lohnt sich auch ein Blick auf die kleineren Modelle und die Effizienz der Fahrzeuge.
Ein sparsames E-Auto mit kleinem Akku, der aber schnell wieder aufgeladen werden kann, ist auf Langstrecke oft genauso schnell, wie ein "durstiges" Modell mit großem Akku, das aber langsamer lädt. Lesen Sie hier, welche Modelle besonders sparsam mit dem Akku umgehen!
Als Datengrundlage nutzen wir den diesjährigen
"El Prix"-Sommertest des norwegischen Autoclubs NAF. Dabei wurden 24 E-Autos verschiedener Hersteller am selben Tag über dieselbe Route in Norwegen geschickt. Sobald die Akkus schlapp machten, wurde die zurückgelegte Distanz gemessen. Die Auswahl der Modelle trifft der NAF, AUTO BILD hat darauf keinen Einfluss.
Aufgrund der begrenzten Teilnehmeranzahl nahmen natürlich auch nicht alle aktuellen E-Autos am diesjährigen Sommertest teil. Die Fahrdaten liefern aber zweimal jährlich einen guten Überblick, wohin sich der Markt und die Technik entwickeln. Wichtig: In Norwegen ist die Höchstgeschwindigkeit immer begrenzt, die Verbräuche fallen also tendenziell niedriger aus, als in einem Praxistest in Deutschland.
Verbrauchsmeister: Toyota CH-R+, Korea stark vertreten
Um den Verbrauchsmeister zu küren, haben wir berechnet, wie viele Kilometer die Testkandidaten aus einer Kilowattstunde Strom quetschen. Die Top 10 werden dominiert von koreanischen Herstellern sowie Mercedes-Benz und Toyota. Zum absoluten Verbrauchsmeister kürt sich der
Toyota C-HR+.
8,15 Kilometer fährt der Japaner mit einer Kilowattstunde, das entspricht einem Verbrauch von 12,3 kWh/100 km.
Ähnlich effizient fahren
Mercedes CLA 350, die koreanischen Modelle
Kia EV2 und
EV4 sowie der
Hyundai Inster (siehe Tabelle unten). Dahinter folgen Toyota BZ4X,
BMW iX3 50 xDrive, die Mercedes-Modelle
GLC 400 und
GLB 350 sowie der Mazda 6e. Die schlechteste Effizienz liefern die Modelle MG IM6 und KGM
Musso, sie kommen mit einer Kilowattstunde nicht einmal fünf Kilometer weit.
Spannend: Der Toyota CH-R+ ist kein echtes Leichtgewicht: Mit 77-kWh-Energiespeicher bringt er rund 1900 Kilogramm auf die Waage. Die etwas weniger effizienten Kia EV2 (1625 kg) und Hyundai Inster (1675 kg) wiegen sogar weniger.
Fast doppelte Kosten im Test-Schlusslicht
Im Vergleich zum Test-Durchschnitt (6,65 km/kWh) holt der Toyota CH-R+ 23 Prozent mehr Reichweite aus einer Kilowattstunde, die Schlusslichter KGM Musso und MG IM6 fahren dagegen 31 Prozent weniger weit. Umgerechnet in den klassischen Verbrauch stehen beim CH-R+ 12,3 kWh für eine Distanz von 100 Kilometern. Der Musso gönnt sich dagegen mit 21,8 kWh/100 km fast die doppelte Energiemenge.
Und so ein Mehrverbrauch wirkt sich auch
auf die Geldbörse aus: 100 Kilometer im Toyota CH-R+ kosten den Fahrer bei einem Strompreis von 39 Cent im Privathaushalt rund 4,80 Euro. Im KGM Musso berappt der Fahrer auf der gleichen Distanz 8,50 Euro. Kosten, die sich langfristig summieren.
Der Vergleich zeigt: Kleinere (leichtere) Autos fahren im Schnitt effizienter. Die großen SUV und Vans liegen im Test etwa 25 bis 45 Prozent hinter den sparsamsten Fahrzeugen. Wie sich die Fahrzeuggröße auf den Verbrauch auswirkt, zeigt auch gut der Modellvergleich bei Kia: Der kleine EV2 schneidet mit 7,92 km/kWh als Zweitbester im Test ab, der etwas größere EV4 (7,37 km/kWh) fährt auch noch vorn mit.
Die größeren Modelle EV5 (6,52 km/kWh) und PV5 (6,07 km/kWh) erweisen sich als weniger sparsam. Viele Hersteller erhöhen ihre Reichweiten mit großen Akkus. Die wahren Meister nutzen ihre
Stromspeicher effektiv und fahren möglichst sparsam.
2026-08-10T04:53:07Z