E-Autos abschleppen – geht das? Die AUTO ZEITUNG erklärt, wie man liegengebliebene Elektroautos abschleppen kann und wann man es auf keinen Fall machen sollte.
Wer mit dem Elektroauto liegenbleibt, braucht Pannenhilfe. Doch lässt sich ein E-Auto einfach abschleppen? Grundsätzlich gilt: nur unter bestimmten Bedingungen. Werden diese nicht eingehalten, drohen schwere Schäden am Fahrzeug.
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Bei Fahrzeugen mit reinem Elektroantrieb wird im ausgeschalteten Zustand Strom generiert, sobald sich die Räder drehen. Das bedeutet: Wird das Auto hinter einem Abschleppwagen gezogen, arbeitet der Elektromotor wie ein Dynamo und erzeugt Induktionsspannung. Diese kann von der abgeschalteten Steuerelektronik nicht verarbeitet werden und führt im schlimmsten Fall zu Defekten. Je höher die Geschwindigkeit, desto größer das Risiko. Der Auto Club Europa (ACE) rät generell dazu, E-Autos nicht selbst abzuschleppen, sondern immer Profis zu beauftragen.
Für den Notfall gibt es hier Kauftipps für Abschleppstangen und Abschleppseile.
Bleibt ein E-Auto liegen, weil der Antriebs-Akku leer ist und lässt sich die Bordelektronik nicht mehr einschalten (Zündung/Fahrbereitschaft), darf das Fahrzeug nicht mehr auf eigenen Rädern bewegt werden – mit Ausnahme weniger Meter im Schritttempo. In diesem Fall bleibt nur das Aufladen vor Ort oder der Abtransport mit einem Bergungsfahrzeug. Testprojekte wie das "Mobile Charging" des ADAC in Kooperation mit Hyundai existieren zwar, sind aber regional begrenzt. Auch Hersteller wie VW oder Anbieter wie eTree arbeiten an mobilen Ladelösungen. Rekuperatives Aufladen durch Abschleppen ist nicht vorgesehen und kann das Fahrzeug beschädigen.
Im Pannenfall sollte immer ein professioneller Abschleppdienst gerufen werden.
Mögliche Hilfequellen sind:
Wichtig: Beim Notruf immer angeben, dass es sich um ein Elektroauto handelt, damit ein entsprechend ausgerüstetes Fahrzeug geschickt wird.
2026-07-20T07:28:09Z