KULT-AUTO VON FIAT VOR DER RüCKKEHR – DOCH DIE NEUAUFLAGE SOLL ALS LEICHTFAHRZEUG KOMMEN

Studie vorgestellt

Kult-Auto von Fiat vor der Rückkehr – doch die Neuauflage soll als Leichtfahrzeug kommen

Der Name Multipla weckt bei Auto-Interessierten starke Gefühle – von Spott bis Liebe. Nun steht das Kult-Auto vor der Rückkehr. In einem besonderen Segment.

Turin – Über Design lässt sich trefflich streiten – besonders, wenn sich die Debatte um Autos dreht. Geht es aber um die gruseligsten Fahrzeug-Designs aller Zeiten, so ist ein Auto eigentlich immer in den Top Ten: der Fiat Multipla. Für viele ist er bis heute das Sinnbild eines Design-Experiments, das in den frühen 2000ern extrem polarisierte. So extrem, dass es zum Dauerwitz wurde: ein Auto, das so aussieht, als ob zwei Pkw ineinander gefahren wären. Inzwischen hat der Multipla durch diese Unverwechselbarkeit jedoch längst Kultstatus – sogar Auto-YouTuber und TV-Moderator Matthias Malmedie hat sich einen zugelegt.

Nun deutet sich an, dass Fiat den Namen und die Idee wieder aufgreifen könnte – allerdings mit einem anderen Dreh. Denn bei dem Projekt, das derzeit als „Multiplina“ kursiert, geht es nicht um eine Wiederauflage des umstrittenen Multipla-Designs von damals. Stattdessen soll sich Fiat stilistisch am Fiat 600 Multipla von 1956 orientieren, einem frühen Raumwunder, das mit kastenartiger Silhouette, steiler Front und weit nach vorn gerückter Sitzposition erstaunlich viel Innenraum auf kleinem Fuß bot.

Fiat Multiplina: Kein normaler Pkw

Überraschend ist die Klasse, in der Fiat das Projekt laut Autocar und auto motor und sport ansiedelt: kein klassischer Pkw, sondern ein elektrisches Leichtfahrzeug – wie etwa der Isetta-Klon Microlino. Der Arbeitstitel lautet „Multiplina“ – eine Wortschöpfung, die sich erkennbar an „Multipla“ anlehnt, aber zugleich signalisiert: Das hier wird die kleinere, abgespeckte Neuinterpretation des historischen Vorbilds.

Diese Lücke in der Modellpalette soll der Multiplina schließen

Der Multiplina – gerade als Konzeptstudie im Vatikan vorgestellt – soll in der Modellpalette die Lücke zwischen dem zweisitzigen Topolino und „normalen“ Stadt-Kleinwagen schließen. Genau dieses „fehlende Bindeglied“ nennt Fiat selbst als Zweck des Projekts. Medienberichten zufolge ist der Serienstart für 2028 geplant. Mit einer Länge von rund drei Metern soll er den Topolino um etwa einen halben Meter überragen.

Fiat Multiplina: Bei diesem Tempo ist Schluss

Technisch interessant ist die Einstufung: Während der Topolino als L6e auf 45 km/h limitiert ist, soll der Multiplina als L7e-Leichtfahrzeug kommen. Damit sind höhere Leistungen und höhere Geschwindigkeiten möglich – rund 90 km/h, was das Konzept zumindest für kurze Strecken außerhalb reiner Stadtzonen deutlich alltagstauglicher machen würde. Zum Preis gibt es noch keine offiziellen Angaben. (Quellen: Fiat, Autocar, Auto Motor und Sport) (sop)

2026-07-04T04:59:45Z