Volkswagen baut seine Digitalstrategie weiter aus. Der Autobauer aus Niedersachsen hat eine strategische Partnerschaft mit dem dänischen Unternehmen Connected Cars A/S geschlossen.
Vor allem Geschäftskunden mit Fahrzeugflotten sollen davon profitieren. Ziel ist es, Probleme an Nutzfahrzeugen künftig zu erkennen, bevor sie zu teuren Reparaturen oder Ausfällen führen.
📌 Fakten
- Volkswagen arbeitet künftig mit Connected Cars A/S aus Dänemark zusammen
- Ziel ist eine digitale Überwachung von Nutzfahrzeugen in Echtzeit
- Wartungen sollen durchgeführt werden, bevor Defekte entstehen
- Die Einführung startet schrittweise in ausgewählten europäischen Märkten
- Innerhalb von fünf Jahren soll das System in allen VW-Nutzfahrzeugsmärkten verfügbar sein
Wie die Unternehmen mitteilen, wird die Telematik-Technologie von Connected Cars künftig direkt in das Flottenmanagement-System von VW integriert. Dadurch können Fahrzeugdaten in Echtzeit an Werkstätten und Flottenmanager übermittelt werden. Mechaniker erhalten frühzeitig Warnmeldungen oder Fehlercodes und können reagieren, bevor größere Schäden entstehen.
Connected Cars spricht dabei von sogenannter „Predictive Maintenance“, also einer vorausschauenden Wartung. „Wenn unsere Technologie direkt mit dem digitalen Ökosystem von Volkswagen verknüpft wird, können wir echte Predictive Maintenance liefern – also Service, bevor etwas ausfällt“, erklärt Jesper Hill-Kjærsgaard, CEO von Connected Cars A/S.
Nach Angaben der Unternehmen sollen Flottenbetreiber ihre Fahrzeuge dadurch effizienter einsetzen können. Ersatzteile könnten rechtzeitig bestellt und Werkstatttermine besser geplant werden. Auch für Volkswagen-Händler könnte sich die Arbeitsweise verändern. „Sie können künftig proaktiv statt reaktiv agieren: Sie erkennen frühzeitig, wenn sich ein Problem anbahnt, und können den Kunden aktiv ansprechen“, sagt Jesper Hill-Kjærsgaard.
Laut Volkswagen sollen dadurch ungeplante Reparaturen reduziert und Standzeiten von Fahrzeugen möglichst gering gehalten werden. Die neue Lösung soll zunächst in ausgewählten europäischen Märkten eingeführt werden. Innerhalb der kommenden fünf Jahre ist nach Angaben von Volkswagen eine Ausweitung auf alle Nutzfahrzeugmärkte geplant.
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Der Wirtschaftswissenschaftler David Bailey von der Birmingham Business School sieht darin einen Teil eines größeren Trends. Laut ihm arbeiten Autohersteller und Technologieunternehmen zunehmend enger zusammen, um datenbasierte Dienstleistungen rund ums Fahrzeug anzubieten. „Wenn Sie kontinuierlich darüber informiert werden, was an Ihrem Fahrzeug zu tun ist, bevor es ausfällt, lässt sich die Fahrzeugnutzung optimieren und lassen sich Kosten senken“, sagt Bailey.
Für Volkswagen ist die Kooperation damit ein weiterer Schritt, digitale Services rund um seine Nutzfahrzeuge auszubauen – mit dem Ziel, Ausfälle zu vermeiden und Flottenkunden künftig noch enger zu betreuen.
2026-07-02T20:43:07Z